Keine großen Preisänderungen zum Freitag

Die Börsen gehandelten Rohölpreise gaben zwar etwas nach, dafür verloren der Euro sowie der Schweizer Franken gegenüber dem US Dollar an Wert, was die in Dollar gehandelten Ölpreise für Käufer aus dem Euroraum bzw. der Schweiz verteuert. Die Effekte heben sich in etwa auf, sodass sich bei den Preisniveaus insgesamt nicht viel tut. Trump hatte zwar seine Importzölle verabschiedet, einen nachhaltigen Einfluss auf die Preise hatte dies allerdings nicht.

 

Trump lässt Ausnahmen bei Zöllen zu

Trumps kompromissloses Vorgehen bei den Zöllen für Stahl und Importe hatte auch den Ölmarkt in den letzten Tagen belastet. Durch einen Handelskrieg befürchtet man ein geringeres Wirtschaftswachstum was einen negativen Effekt auf die Ölnachfrage hat. Doch auch wenn Trump gestern die Zölle offiziell beschloss, so hatte dies keine direkte Auswirkung auf die Ölpreise.

 

Im Vergleich zu der Ankündigung, dass es keine Ausnahmen für die Zölle gebe, lassen die gestern Abend von Trump eingesetzten Handelsbeschränkungen unerwartet viele Schlupflöcher zu. Mexiko und Kanada bleiben vorerst ausgenommen und auch Japan sowie Europa hoffen auf Ausnahmen. Trump bestätigte, dass dies für militärische Verbündete möglich sei. Damit macht man sich nun Hoffnung, dass es die Sanktionen eventuell nicht, oder zumindest nicht in vollen Umfang, für die wichtigsten Handelspartner der USA gelten.

 

Experten sehen Anzeichen nachgebender Preise

Börsianer nutzen unterschiedliche Methoden, um die aktuelle Marktlage einzuschätzen. Eine dieser Methoden ist der Preisvergleich zwischen Öl mit sofortiger Lieferung und Öl mit einer Lieferung in der Zukunft. Momentan ist sofortiges Öl noch teurer als Öl, dass man erst in einigen Monaten geliefert bekommt. Dies deutet auf eine aktuell knappe Marktlage hin. Doch in den letzten Tagen hat dieser Preisunterschied abgenommen, was nun als Entspannung am Markt gedeutet wird.

 

Auch Analysten vom US Energieministerium sehen die Marktlage in den kommenden Monaten entspannter. Dann soll der Markt wieder leicht überversorgt sein, sodass man mit Abwärtsspielräumen rechnet.

 

Ausblick

Heute Morgen zeichnen sich keine großen Preisveränderungen bei Heizöl ab. Der festere US Dollar kompensiert die Preisvorteile die sich über die in Dollar gehandelten Ölpreise ergeben. Insofern sind zum aktuellen Stand – wenn überhaupt – nur minimale Preisanhebungen von etwa +0,10 Euro pro 100 Liter drin. Wer allerdings mit seiner Bestellung lange warten kann und Lust hat etwas zu spekulieren, für den könnte sich in den kommenden Monaten eine günstige Möglichkeiten zum Nachfüllen ergeben.

Quelle: Futures Services