Gas als treibende Kraft hinter Ölpreisen

Mit dem Ende des Sommers und einer Rückkehr zu der kälteren Jahreszeit, steigen auch die Heizkosten in Deutschland. Während im Sommer in der Regel die Heizung fast ausschließlich für die Warmwassererzeugung genutzt wird, sind im Winter die Heizkörper die weitaus größeren Energieverbraucher. Nun sind mit Herbstbeginn die Erdgaslager in Europa weit unter den üblichen Ständen, was Ölpreise weiter in die Höhe treibt.

 

Umstieg von Gas auf Heizöl

Was sich bisher noch nicht überall abgezeichnet hat, in Deutschland und Europa sind die Gaspreise auf einem wahrhaften Höhenflug. In den letzten Wochen sind auf den europäischen Märkten die Preise für eine Megawattstunde Gas von ca. 40€ auf über 74€ angezogen. Dies entspricht einer Verteuerung von über 85%.

 

Doch ist dies nicht auf einen einzelnen Punkt zurückzuführen. Zunächst hat ein Feuer im Golf von Mexiko große Produktionsmengen zerstört und auch die Wiederinbetriebnahme der Erdgasproduktion erschwert. Bisher sind auch die Lagerbestände der Erdgasreserven in Europa noch nicht wieder aufgefüllt (aktuell ca. 78% unter Normalniveau) und, dass Russland die zur Verfügung stehenden Versorgungsmöglichkeiten nicht voll ausnutzt kommt erschwerend hinzu.

 

All dies führt nun dazu, dass sich Erdgaspreise in Europa drastisch verteuert haben. Was sich wiederum auf Ölpreise auswirkt, da nun vermehrt auf Flüssigenergieträger zur Stromerzeugung umgestiegen wird. So hat sich die Lage am Erdgasmarkt bereits auf den Ölmarkt ausgewirkt und mit steigender Nachfrage wird sich die aktuelle Situation vermutlich nur weiter zuspitzen

 

Ausblick

Heizölpreise in Deutschland setzen Ihren Aufwärtstrend fort. Der Preis für 100 Liter Heizöl wird heute bei ca. +0,60 und +0,80 Euro erwartet.