Neues Schreckgespenst Delta-Variante

Hatte man am Ölmarkt noch vor kurzem das Gefühl bekommen, die Corona-Pandemie sei so gut wie vorbei, werden die Marktteilnehmer nun eines Besseren belehrt. Die Delta-Variante des Virus, die im Frühjahr schon Indien fest im Griff hatte, breitet sich aktuell sehr schnell aus und könnte die Nachfrageerholung der letzten Monate ins Wanken bringen.

 

Delta-Variante sorgt für neue Reisebeschränkungen
So wurden in Australien, das sich vor kurzem noch nahezu coronafrei wähnte, zahlreiche neue Lockdowns verhängt, ebenso wie in einigen asiatischen Ländern. Und auch Großbritannien meldete in dieser Woche die höchste Zahl an Neuinfektionen seit Januar, so dass die für den 21. Juni geplante komplette Aufhebung aller Beschränkungen verschoben werden musste.

 

Die deutlich ansteckendere Mutante, die bald auch in Europa zur vorherrschenden Variante werden dürfte, hat inzwischen auch wieder zu neuen Reisebeschränkungen geführt. So dürfen Reisende aus dem Vereinigten Königreich nicht mehr nach Hongkong, Spanien oder Portugal einreisen.

 

Damit kehrt die Sorge an die Märkte zurück, dass die robuste Nachfrageerholung der letzten Wochen und Monate ins Wanken kommen könnte. Entsprechend sind die börsengehandelten Rohölpreise in dieser Woche wieder etwas unter Druck geraten, auch wenn die Preisniveaus nach wie vor hoch bleiben.

 

Ausblick
Für Heizöl müssen Verbraucher im Inland heute mit einem leichten Aufschlag im Vergleich zu gestern rechnen. 100 Liter kosten heute etwa +0,10 bis +0,30 Euro mehr als am Dienstagvormittag.

Der Beitrag Neues Schreckgespenst Delta-Variante erschien zuerst auf Futures-Services.