Ölpreise ziehen etwas an – Corona ist und bleibt Angstfaktor

Im aktuellen Klima, das von der Corona-Krise bestimmt ist, bleiben die Ölpreise nach wie vor unter Druck. Allerdings kommt es zwischenzeitlich an den Ölbörsen immer wieder zu kleineren Entlastungsrallyes, bei denen es zu leichten Aufwärtsbewegungen kommt. So sind auch die börsengehandelten Rohölpreise gestern leicht in die Höhe gegangen.

 

Covid19 breitet sich in den USA aus

Vor allem die fiskalpolitischen Maßnahmen der US-Notenbank Fed zeigen eine gewissen Wirkung. So wie die meisten Zentralbanken weltweit hat auch die Fed in den letzten Tagen immer wieder weitreichende Finanzhilfen beschlossen, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in den USA aufzufangen.

 

Unterdessen breitet sich das Virus in Amerika rasant aus und ist auf dem besten Weg, Italien als neues Epizentrum der Pandemie zu überholen. Gestern alleine wurden in den USA über 10.000 Neuinfektionen gemeldet und die Zahl der Todesfälle verdoppelt sich etwa alle drei Tage.

 

Wenn auch in den Vereinigten Staaten weitreichendere Shutdowns und drastischere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung getroffen werden, dürfte die weltweite Ölnachfrage weiter einbrechen. Hinzu kommt, dass nach dem Auseinanderbrechen der OPEC+ zum Ende des Monats auch die Förderbegrenzungen enden. Damit dürfte noch mehr Öl auf den sowieso schon übersättigten Markt gespült werden.

 

OPEC und USA könnten zusammenarbeiten

Auch wenn inzwischen schon eine Kooperation zwischen der OPEC und den USA zur Produktionskürzung ins Spiel gebracht wurde, ist nicht klar, ob und wenn ja ab wann es wirklich dazu kommen könnte. So lange das Coronavirus nicht weltweit eingedämmt ist und das tägliche Leben sich wieder normalisieren kann, werden die Ölpreise weiter unter Druck bleiben.

 

Kurze Ausgleichsrallyes wie gestern werden möglicherweise immer wieder für leichte Preisanstiege sorgen, doch nachhaltig  werden sie kaum sein können. Dazu bleibt die globale Situation zu unsicher.

 

Ausblick

Die Preise für Heizöl liegen heute im Vergleich etwas höher und Verbraucher müssen zur Abwechslung mit Aufschlägen von +0,80 bis +1,20 Euro zu gestern morgen rechnen.

Quelle: Futures Services