Preisstatistik: Heizöl bleibt vergleichsweise günstig

Die börsengehandelten Rohölpreise bleiben auch zum Start in die neue Woche auf niedrigem Niveau und handeln inzwischen wieder auf dem Niveau vor Kriegsausbruch im Februar. Auch die Heizölpreise haben den Kursrückgang an den internationalen Ölbörsen mit vollzogen und liegen im Durchschnitt ebenfalls so niedrig wie seit Jahresanfang nicht mehr.

 

Allerdings bleibt der Preisnachlass bei Heizöl heute im Durchschnitt recht moderat. Mit 1,14 Euro weniger als am Freitag kommt die Abwärtsbewegung der letzten Wochen leicht ins Stocken. Im Vergleich zur Vorwoche und zum Vormonat bleibt der heutigen Durchschnittspreis allerdings mit einem Nachlass von 9,2 bzw. 17,3 Prozent deutlich spürbar.

 

Der Jahresvergleich zeigt, dass die durchschnittlichen Heizölpreise die Preisspitze durch den Ausbruch des Ukraine-Krieges Ende Februar relativ schnell wieder abgebaut hatten. Allerdings bleiben sie dann für den Großteil des Jahres auf relativ hohem Niveau und pendelten sich im Sommer in einer Preisspanne zwischen 155 und 130 Euro ein.

 

Allerdings sind spätestens seit November die börsengehandelten Rohölpreise recht stark ins Rutschen gekommen und haben auch die davon abhängigen Preise für Heizöl und andere Ölprodukte nach unten gezogen. Inzwischen kosten 100 Liter Heizöl im Bundesdurchschnitt wieder nur noch knapp über 100 Euro. Verbraucher zahlen damit zum Jahresende wieder etwa so viel wie Ende Februar.

 

 

Wer bisher seinen Tank noch nicht komplett aufgefüllt hat, kann somit aktuell von vergleichsweise niedrigen Preisen profitieren. Allerdings müssen Verbraucherinnen und Verbraucher gerade jetzt vor den Feiertagen die Lieferzeiten im Auge behalten, die je nach Region zu längeren Wartefristen führen können.

 

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus, was aktuell durch die schwierige Versorgungslage in manchen Regionen noch verschärft wird. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 2,48 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise 12.12.2022.