Preisstatistik: Kein Abwärtstrend in Sicht

Der erste Monat des Jahres ist vorbei und endet mit dem höchsten Preisniveau seit Jahren. Zwar ist der durchschnittliche Heizölpreis von Freitag auf Montag nahezu gleich geblieben, doch seit Monatsbeginn hat er um über 12 Prozent zugelegt. Der große Preistreiber bleibt der Rohölpreis an den Ölbörsen. Hier kennen die Kurse seit Monaten nur noch eine Richtung – aufwärts!

 

Entsprechend klettern auch die Preise im Inland immer weiter in die Höhe und haben seit Anfang Dezember um über 22 Prozent zugelegt. Besonders dramatisch wird der Preisaufschlag deutlich, wenn man die langfristige Preisentwicklung betrachtet. Im Vergleich zum Vorjahr kostet Heizöl die Verbraucherinnen und Verbraucher aktuell im Durchschnitt über 50 Prozent mehr.

 

Eine Umkehr der Preiskurve ist auch im neuen Monat kaum zu erwarten. Die Rohölpreise werden von der sehr angespannten Situation im Ukraine-Konflikt gestützt. Zusätzlich verschärft sich auch die Lage im Nahen Osten immer mehr, nachdem die Houthi-Rebellen aus dem Jemen mehr und mehr Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate geflogen haben. Die Angst vor möglichen Versorgungsausfällen bleibt somit hoch, da die grundsätzliche Angebotslage bei starker Nachfrage eher knapp ist.

 

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. bzw. vom Zeitraum 1.Juli  bis 31.Dezember 2020 16% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 1,59 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise 31.01.2022